Ökologie & Umweltauswirkungen

Mehr sauberer Strom für ALPLA

Martin Stark, Director Corporate Plant Engineering, kümmert sich gemeinsam mit seinem Team unter anderem darum, dass die ALPLA Werke mit Strom versorgt werden. Dabei kommen immer häufiger erneuerbare Energiequellen zum Zug. In Vorarlberg bezieht ALPLA seit Jahresbeginn ausschließlich Strom aus Wasserkraft.

Herr Stark, welche Aufgaben hat die Abteilung Corporate Plant Engineering?
Unser Team ist für die Errichtung und den Betrieb der ALPLA Werke auf der ganzen Welt zuständig. Teil dieser umfassenden Aufgabe ist auch die Versorgung mit Strom.

Worauf achten Sie dabei besonders?
Am wichtigsten ist es, den Energieaufwand möglichst gering zu halten. Das gewährleisten wir durch die Optimierung von Produktionsabläufen, den Einsatz moderner, energiesparender Maschinen oder den Ersatz herkömmlicher Beleuchtung durch LED. Aber natürlich geht es auch darum, Strom aus fossilen Energieträgern wie Öl und Gas durch Strom aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen. Es gibt Regionen, in denen das gut machbar ist, in manchen Ländern ist das schwieriger. In jedem Fall suchen wir immer nach der besten Lösung.

Wo betreibt ALPLA Photovoltaikanlagen?
Derzeit sind in Österreich und Deutschland Photovoltaikanlagen im Einsatz. Zuletzt wurde 2018 eine Anlage in Vlotho-Exter installiert. In beiden Ländern ist es möglich, den aus Sonnenenergie gewonnenen Strom direkt im Werk zu verwenden. Das geht nicht überall. In Spanien beispielsweise müssen wir den produzierten Solarstrom in das Netz einspeisen, er steht nicht direkt für die Nutzung im Werk zur Verfügung.

Welche Möglichkeiten für Energie aus erneuerbaren Quellen nutzt ALPLA noch?
Windkraft stellt eine weitere Option dar. In Mexiko sind wir an einem Windpark beteiligt und können damit 60 Prozent des Strombedarfs der dortigen Werke decken. Solche lokalen Kooperationen sind wichtig, sie ermöglichen wirtschaftliche Lösungen.

Nutzt ALPLA auch sogenannten Ökostrom?
Seit Jahresbeginn bezieht ALPLA an allen Standorten in Vorarlberg nur noch Strom aus Wasserkraft. Wir wissen ja, dass auch von Kundenseite die Nachfrage nach mit Ökostrom hergestellten Verpackungen zunimmt. Aber auch das können wir nicht in allen Ländern einfach umsetzen. In China ist es derzeit unmöglich, einen zertifizierten Lieferanten zu finden.

Bis 2022 betreiben wir alle Produktionsstandorte in Österreich zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie.